Fußbodenheizung verlegen

Fußbodenheizung verlegen

Die Fußbodenheizung wird in diesem Fall auf einer Matte verlegt und mit Rohrschellen „festgetackert“. Foto: Uli Carthäuser / pixelio.de

Fußbodenheizung verlegen ist auch für Laien möglich. Sie sollten Sich allerdings genug Zeit für die Planung der Fußbodenheizung nehmen. Die Wahl des richtigen Heizsystems beeinflusst genauso wie der spätere Belag maßgeblich die Heizleistung und den Energieverbrauch.

Da die Heizung ihre Wärme später in alle Richtungen abgibt, sollte eine gute Wärmedämmung nach unten berücksichtigt werden. Außerdem ist eine gute Trittschalldämmung sinnvoll.

Fußbodenheizung Nassverlegung


Beim Fußbodenheizung verlegen müssen Sie sich zunächst für die Nassverlegung oder die Trockenverlegung entscheiden. Bei der Nassverlegung werden die Rohre zunächst auf Noppenmatten oder Trägerroste gelegt. Befestigt werden sie dann mit speziellen Clips bzw. Schellen. Dann wird direkt auf die Heizrohre Estrich gegossen.

Durch die direkte Verbindung von Heizrohr und Estrich wird die Wärme der Fußbodenheizung perfekt an den Fussboden und damit die Raumluft übergeben. Zudem wird dem Estrich zur perfekten Wärmeübertragung ein Zusatzmittel hinzugefügt. Der sogenannte Heizestrich sollte vier bis sieben Zentimeter hoch sein und die Rohre komplett umschließen.

Fußbodenheizung verlegen Spiralform

Die Spiralform kann beim Fußbodenheizung verlegen kreisförmig oder eckig angewandt werden. Rainer Sturm / pixelio.de

Zu beachten ist die Ausdehnung der Heizrohre. Möglicherweise macht daher die Polsterung mit elastischem Material Sinn. Nähere Informationen dazu liefert Ihnen der Hersteller Ihrer Fußbodenheizung.

Ebenfalls zu beachten sind Dehnungsfugen. Diese sorgen dafür, dass sich der Boden in größeren Räumen „bewegen“ kann, denn auch der Fußboden dehnt sich bei Erwärmung leicht aus. Zudem sollten Sie aus gleichem Grund an den Wänden entlang Dämmstreifen verlegen.

Fußbodenheizung Trockenverlegung

Die Alternative ist eine Fußbodenheizung Trockenverlegung. Dabei werden die Rohre ebenfalls auf Matten befestigt. Dann wird jedoch mit Trockenbauplatten anstelle des Heizestrichs gearbeitet. Dabei handelt es sich in der Regel um Glasfaserplatten. Es kommen allerdings vereinzelt auch Spanplatten zum Einsatz.

Vorteil der Trockenverlegung ist, dass sich die Rohre besser ausdehnen können. Auch der gesamte Bauaufwand ist deutlich geringer. Dafür ist jedoch die Wärmeübertragung im Vergleich zum Heizestrich ungleich schlechter. Auch daher findet eine Fußbodenheizung-Trockenverlegung in der Praxis selten Anwendung.

Fußbodenheizung selber verlegen

Für die Verlegung der Rohre gibt es zwei Taktiken. Zum einen können die Heizkreise Schlangenförmig verlegt werden. Dabei werden die Rohre im Boden wellenförmig verlegt. Die Alternative dazu ist die Spiralförmige Verlegung. Diese ähnelt vom Aufbau her einer Lakritzschnecke.

Bei beiden Arten liegen die Rohre für den Warmwasser-Vorlauf und den Rücklauf parallel zueinander.

Wichtig: Beim Fußbodenheizung verlegen sollten immer wieder Dichtheitsprüfungen durchgeführt und protokolliert werden. Besonders bei der Nassverlegung sollte der Boden im Anschluss kontrolliert aufgeheizt werden, bevor der eigentliche Bodenbelag verlegt wird. Je nach Estrich-Art sind bis zu 30 Tage Wartezeit bei Raumtemperatur einzuplanen.

Dann ist die Fußbodenheizung fertig verlegt und kann unsichtbar ihre Arbeit verrichten.