Badewanne einbauen / Badewanne austauschen

Badewanne einbauen oder austauschen

Damit das Baden wieder Spaß macht… Foto: Michael Ottersbach / pixelio.de

Badewanne einbauen: Die klassische, längliche Badewanne ist längt nicht mehr der übliche Standard im häuslichen Bad. Unser Ratgeber hilft beim Badewannen-Umbau.

Immer mehr Badezimmer werden mit einer Eckwanne oder einer Wellnesswanne ausgestattet – inzwischen geht sogar der Trend zur eigenen Whirlpool-Wanne. Gibt das Badezimmer nicht den nötigen Platz her, werden natürlich auch Standardwannen verbaut.

Was kostet der Badewannen-Austausch

Doch wie kann man ohne Komplikationen und großen Renovierungsaufwand eine alte Badewanne austauschen? Wir verraten es Ihnen:

Beim Thema Kosten sollte bedacht werden, dass nicht nur die Kosten für die Wanne samt Montagematerial kalkuliert werden müssen, sondern noch Gasbetonsteine als Grund für die Verkleidung und natürlich Fliesen sowie Fliesenkleber zur endgültigen Verkleidung hinzu kommen.

Badewanne: Das richtige Material

Eine Badewanne besteht in der Regel aus emailliertem Stahl oder Acryl. Der beschichtete Stahl ist resistenter gegen Kratzer. Dafür ist er leitfähiger, weshalb das Waser schneller abkühlt. Zudem muss beim Einbau unbedingt darauf geachtet werden, dass eine Erdung gelegt wird. Ansonsten könnte es unangenehme Erfahrungen mit elektrischer Aufladung geben. Was hier spaßig klingt, ist lebenswichtig! Eine Wanne aus Acryl ist beim Thema Wärmespeicherung die bessere Wahl. Allerdings fangen sich diese Wannen auch deutlich schneller einen Kratzer ein.

Haben Sie diese Entscheidung getroffen, sollten Sie das benötigte Material besorgen. Wir empfehlen Komplett-Sets. Diese sind in der Regel vergleichsweise günstig und bieten alle benötigten Teile auf einen Schlag. Preiswerte Wannen-Sets finden Sie beispielsweise hier.

Wanne einbauen: der Sockel

Eine Badewanne wird am besten auf einem Gestell aus Metall oder Kunststoff aufgestellt. Es ist höhenverstellbar und so können Sie die optimale Höhe Ihrer Wanne selber bestimmen.

Wannen-Austausch

Beim Austausch ist es wichtig, dass alles restlos entfernt wird. Es sollten stets alle Teile neu eingebaut werden, um nicht nach kurzer Zeit poröse Leitungen austauschen zu müssen. Reißen Sie Wanne und Ablaufgarnituren heraus und entsorgen Sie sie fachgerecht.

Vorarbeiten

Wichtig ist, dass der Boden absolut sauber und trocken ist. Ansonsten kann es vorkommen, dass der Sockel nicht richtig hält. Nun ist die Wand zu prüfen. Schauen Sie, ob alle Fliesen unversehrt und die Fugen dicht sind. Ist dies nicht der Fall, isolieren Sie die entsprechenden Stellen unbedingt vor dem eigentlichen Wanneneinbau. Dies ist wichtig, damit später keine Feuchtigkeit in die Wand zieht.

Für den Einbau der Wanne sollten Sie sich Hilfe organisieren. Eine One-Man-Show ist meist nicht von langfristigem Erfolg gekrönt, da schon das Gewicht der Wanne die meisten Heimwerker vor echte Probleme stellt.

Neue Wanne einbauen

1.: Drehen Sie zunächst den Haupthahn ab. Nun drehen Sie die Wanne auf den Kopf und legen diese zur Vermeidung von Kratzern auf Karton oder Handtüchern ab. Bringen Sie jetzt den Ablauf samt Abflusssieb und Überlauf an der Wanne an.

2.: Nun wird das Trägersystem an der Unterseite der Wanne angebracht. Meist wird dies geklebt, manchmal auch mit Saugnäpfen befestigt. Anschließend wird die Wanne wieder herumgedreht und an der entsprechenden Stelle abgestellt. Verbauen Sie an der Wandseite ein Profilband. Dies dient dem Schallschutz.

3.: Sie sollten die Wanne jetzt mithilfe der Wasserwaage in eine exakt waagerechte Position bringen.

4.: Haben Sie sich für die Stahlwanne entschieden ist nun der Zeitpunkt für die Erdung gekommen. Dies sollte vom Fachmann erledigt werden.

5.: Nun wird die Wanne mit Schrauben bzw. Schnellzement fixiert. Zusätzlich sind zur besseren Befestigung Haltewinkel an der Wandseite empfehlenswert!

6.: Das Abwassersystem wird nun mit einem Siphon verbunden. Das an den Siphon angeschlossene Abwasserrohr muss mit einem Gefälle von zwei bis drei Prozent an das Fallrohr in Wand bzw. Boden angeschlossen (2 – 3 Prozent entsprechen 2 – 3 Zentimeter Gefälle pro Meter Rohr).
Wichtig: Das Konstrukt darf nicht unter Spannung stehen, Siphon und Rohre sollten keinen Kontakt zum Boden haben!

7.: Nun benötigen Sie einen Eimer Wasser, um den Ablauf zu prüfen. Bei Undichtigkeit muss nachgearbeitet werden, haben Sie exakt gearbeitet, sollte es keine Probleme geben.

8.: Jetzt werden mit einer entsprechenden Säge die Gasbetonsteine zurecht gesägt. Porenbetonkleber fixiert die Steine am Boden sowie untereinander. Die Klebeschicht sollte immer exakt gleich dicht sein, damit die Mauer nicht schief wird. Die Steine der Mauer werden – wie bei Maurerarbeiten üblich – im Versatz aufgestellt.

9.: Da es sich um einen Feuchtraum handelt, sollten Sie die Mauer jetzt zweimal mit Tiefengrund bestreichen.

10.: Nun werden die (feuchtraumgeeigneten) Fliesen mit Fliesenkleber an der Mauer fixiert. Achten Sie darauf, dass mindestens eine Fliese am Ablaufsystem mit einem Revisionsrahmen verlegt wird. Dies hilft dabei, im Falle des Fales an den Ablauf zu gelangen.
Hier gibt es einen allegmeinen Ratgeber zum Thema „Fliesen verlegen„.

11.: Nun müssen die Fugen am Wannenrand mit Sanitär-Silikon abgedichtet werden.
Lesen Sie hierzu auch unseren Ratgeber zum Thema „Waschbecken abdichten„.

Tipp:
Zum Anbringen der Armaturen sollten Sie folgende Maße beachten:

Höhe der Armaturen über dem Wannenrand:
15 bis max. 350 Zentimeter

Abstand der Armaturen von der Kopfseite:
etwa 15 Zentimeter

Gesamthöhe der Wanne (Oberkante):
56 – 60 Zentimeter

Mindesthöhe der Duschkopfstange über dem Wannenrand:
etwa 10 Zentimeter